

- Kryptowährung im Alltag nutzen
- Belohnungen und Cashback-Programm
- Hohe Flexibilität
- Kryptowährungen sind volatil
- Noch keine weitreichende Akzeptanz
- Gewisses Sicherheitsrisiko
Jeder kennt sie mittlerweile: die Kryptowährungen. Anbieter wie Bitcoin, Thether und Co bieten ihre Währungen für den Zahlungsverkehr an. Doch als Zahlungsmittel sind die Währungen hierzulande bisher nicht richtig angekommen. Dennoch bieten einige Anbieter Kreditkarten für Kryptowährungen an!
Kreditkarte für Kryptowährungen
Krypto-Karten sind Kreditkarten, die es Nutzern ermöglichen, Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder andere digitale Währungen für alltägliche Zahlungen zu verwenden. Sie funktionieren ähnlich wie traditionelle Kreditkarten, jedoch wird der Betrag, den man ausgibt, in der Regel von einem Krypto-Konto abgebucht, das mit der Karte verbunden ist. Anstelle von Fiat-Währung (wie Euro oder US-Dollar) werden die Transaktionen in Kryptowährungen durchgeführt und dann von Krypto zu Fiat umgerechnet, wenn man einen Kauf tätigt.
Natürlich verfügen die Karten über die Standards, wie Apple Pay und Google Pay und es gibt sie als Visa-Karte und Mastercard.
Im alltäglichen Zahlungsverkehr fristen Kryptowährungen bislang noch ein Nischendasein. Ein anschauliches Beispiel dafür ist Berlin: Die deutsche Hauptstadt gilt als extrem fortschrittlich und als digitales Zentrum des Landes – und trotzdem gibt es dort nicht mal 200 Zahlungs-Akzeptanzstellen.
Krypto-Karten als Schnittstelle
Problematisch ist dies vorwiegend für User, die ihr Vermögen teilweise in Coins investieren. Ohne Unternehmen, welche eine Verbindung zwischen den im Wallet abgespeicherten Coins sowie den möglichen Zahlungswegen der Anbieter schaffen, gibt es keine Lösung. Hier könnte eine Kreditkarte für Krypto eine wichtige Schnittstelle darstellen: Sie bringt die klassischen Vorteile einer Kreditkarte mit sich, aber ermöglicht zudem, die Coins aus dem eigenen Wallet zu nutzen.
Zumeist handelt es sich um unechte Krypto-Kreditkarten, die Krypto zu Fiat-Währungen (Krypto-zu-Fiat-Zahlung) umrechnen. Bei diesen Kreditkarten ist auf einiges zu achten: zum Beispiel, welche Währungen akzeptiert werden, die jeweilige Trading Gebühr, eigene App oder nicht, Verfügbarkeit von Cashback Programmen u. v. m.
So funktionieren Kreditkarten für Krypto
Die Karten funktionieren im Wesentlichen wie herkömmliche Kreditkarten, aber anstelle von Fiat-Währung wird bei Transaktionen Kryptowährung verwendet. So funktionieren sie in der Praxis:
- Verbindung mit einem Krypto-Konto: Eine Kreditkarte für Krypto ist mit einem Krypto-Wallet oder einem Krypto-Konto verbunden, das Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder andere digitale Währungen enthält. Dieses Wallet kann von einer Krypto-Börse oder einem Wallet-Anbieter stammen.
- Kauf und Umrechnung: Wenn du mit der Karte einen Einkauf tätigst, wird der Betrag normalerweise von Krypto zu Fiat (z. B. Euro oder US-Dollar) umgerechnet. Die Kryptowährung, die du besitzt, wird dann zum aktuellen Marktwert verkauft, um den Betrag in Fiat-Währung zu begleichen.
- Gebühren und Umrechnungskurse: Bei der Krypto-zu-Fiat-Zahlung können Gebühren anfallen, die je nach Anbieter variieren können.
- Belohnungen und Cashback: Viele Kreditkarten bieten Belohnungen in Form von Kryptowährungen oder Cashback, die auf deinen Krypto-Wallet gutgeschrieben werden. Diese Belohnungen sind oft in der gleichen Kryptowährung wie die, die du für deinen Kauf verwendet hast.
- Sicherheit: Wie bei allen Kreditkarten sind auch diese Karten mit Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet, etwa durch PINs oder Zwei-Faktor-Authentifizierung. Der Unterschied zu herkömmlichen Kreditkarten besteht darin, dass deine Kryptowährungen in einem digitalen Wallet aufbewahrt werden, das mit speziellen Sicherheitsmaßnahmen geschützt sein sollte.
Vor- und Nachteile
Krypto-Kreditkarten bieten einige interessante Vorteile, aber es gibt auch Aspekte, die man bedenken sollte. Einige Punkte im Überblick:
Vorteile
Ein großer Vorteil dieser Karten ist, dass sie es ermöglichen, Kryptowährungen im Alltag zu nutzen, ohne sie zuvor in Fiat-Währung umtauschen zu müssen. Dies macht die Verwendung von digitalen Währungen für alltägliche Einkäufe deutlich einfacher.
Viele Karten bieten zudem Belohnungen oder Cashback in Bitcoin oder anderen Kryptowährungen, was besonders für Krypto-Investoren von Interesse sein kann, da sie so ihre digitalen Vermögenswerte weiter aufbauen können.
Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität: In der Regel unterstützen diese Karten verschiedene Kryptowährungen, sodass der Nutzer nicht auf eine bestimmte Währung festgelegt ist. Außerdem sind sie international einsetzbar, da sie auf Netzwerke wie Visa oder MasterCard zugreifen und somit in vielen Geschäften und bei Online-Händlern akzeptiert werden. Zudem erfolgt die Umrechnung von Kryptowährungen in Fiat-Währung automatisch, was den Zahlungsprozess für den Nutzer erheblich vereinfacht.
Natürlich verfügen die Karten über die Standards, wie Apple Pay und Google Pay und es gibt sie als Visa-Karte und Mastercard.
Nachteile
Jedoch gibt es auch einige Nachteile, die berücksichtigt werden sollten. Ein zentraler Nachteil sind die Gebühren, die bei der Umrechnung von Kryptowährungen in Fiat-Währung anfallen können. Diese Gebühren variieren je nach Anbieter und können sich im Laufe der Zeit summieren.
Zudem ist die Volatilität von Kryptowährungen ein weiteres Risiko. Da der Wert von digitalen Währungen stark schwanken kann, besteht die Möglichkeit, dass der Wert der ausgegebenen Währung oder der erhaltenen Belohnungen sinkt. Für Menschen, die nicht vertraut mit der Funktionsweise von Kryptowährungen sind, könnte die Nutzung einer Krypto-Kreditkarte verwirrend sein, was zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt.
Auch wenn Bitcoin-Kreditkarten weltweit einsetzbar sind, wird Kryptowährung bisher nicht überall akzeptiert, was die Nutzung in bestimmten Regionen oder bei spezifischen Händlern einschränken könnte.
Schließlich sollte man nicht außer Acht lassen, dass diese Karten einem gewissen Sicherheitsrisiko ausgesetzt sind. Wenn ein digitales Wallet oder eine Karte gehackt wird, könnten die dort gespeicherten Vermögenswerte verloren gehen, was ein ernst zu nehmendes Risiko darstellt.
- Kryptowährung im Alltag nutzen
- Belohnungen und Cashback-Programm
- Hohe Flexibilität
- Kryptowährungen sind volatil
- Noch keine weitreichende Akzeptanz
- Gewisses Sicherheitsrisiko
Echte und unechte Krypto-Kreditkarten
Auf dem Markt für Kreditkarten mit Kryptowährungen wird zwischen den echten und unechten Karten unterschieden. Die Unterschiede im Überblick:
Echte Kreditkarten für Krypto
Bei einer echten Krypto-Kreditkarte verfügt die Karte über ein eigenes Wallet. Hier kann der Nutzer festlegen, dass Transaktionen in Fiat-Währungen, wie Euro oder US-Dollar, sofort zum aktuellen Kurs umgerechnet werden. Eine andere Möglichkeit ist die selbstständige Bestimmung des Tauschzeitpunkts – er kann dann einen Zeitpunkt mit einem preiswerten Kurs wählen, um Schwankungen am Markt optimal zu nutzen. Auch eine Zahlung in Coins ist möglich, wobei dies immer von der jeweiligen Akzeptanzstelle abhängt.
Unechte Karten für Krypto
Bei der unechten Karte lädt der Inhaber seine Karte mit einer Kryptowährung auf. Diese wird sofort nach dem Aufladen von Krypto zu Fiat- Währung umgerechnet und dann entsprechend auf der Karte als Guthaben gespeichert. Diese Variante ist am weitesten verbreitet, da sie vergleichsweise simpel ist. Zwar gibt es bei Angeboten häufig Wallets, diese werden jedoch getrennt vom Kartenguthaben geführt.
Sonstige Eigenschaften
Allgemein sind Krypto-Kreditkarten sowohl als virtuelle Karte als auch als physische Kreditkarte für das Portemonnaie erhältlich. Virtuelle Karten reichen für die Nutzung im Internet normalerweise vollkommen aus – wer allerdings auch in Geschäften damit einkaufen möchte, kommt um eine physische Karte nicht herum.
Praktisch ist darüber hinaus, dass die Karten bei den meisten Anbietern ganz bequem per App verwalten, prüfen und aufladen lassen. Außerdem sind sie meistens mit Apple Pay und Google Pay kompatibel. Natürlich muss sich das Produkt für den Anbieter auch rentieren: Er macht mit den für die Karte anfallenden Gebühren Gewinn, gleichzeitig verdient er auch an der Automaten-Barabhebung sowie an eventuellen Servicegebühren, die der Kunde entrichten muss.
Darauf sollten Sie achten
Beim Kauf einer Krypto-Kreditkarte sollten Sie auf folgende Punkte achten:
- Gebührenstruktur: Prüfen Sie die Gebühren für Umrechnungen von Kryptowährungen in Fiat-Währung, für Auslandsnutzungen, Abhebungen und andere Transaktionen.
- Akzeptanz und Netzwerkanbindung: Stellen Sie sicher, dass die Karte auf einem weit verbreiteten Netzwerk wie Visa oder MasterCard basiert und somit weltweit akzeptiert wird.
- Unterstützte Kryptowährungen: Überprüfen Sie, welche digitalen Währungen die Karte unterstützt, und ob diese mit den Kryptowährungen übereinstimmen, die Sie bevorzugen.
- Belohnungsprogramme und Cashback: Achten Sie auf die Art der Belohnungen (z. B. Krypto oder Cashback) und prüfen Sie, ob diese für Ihre Ausgaben relevant sind, insbesondere für bestimmte Kategorien wie Reisen oder Einkäufe bei Partnerunternehmen.
- Sicherheitsfunktionen: Vergewissern Sie sich, dass die Karte Sicherheitsmaßnahmen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet und Ihre Kryptowährungen gut geschützt sind.
- Kundensupport: Prüfen Sie, ob der Kundendienst zuverlässig und gut erreichbar ist, um im Falle von Problemen Unterstützung zu bieten.
- Nutzererfahrungen und Bewertungen: Lesen Sie Bewertungen und Erfahrungsberichte anderer Nutzer, um die Vor- und Nachteile der Karte aus erster Hand zu erfahren.
Fazit
Kreditkarten für Kryptowährungen können einen echten Mehrwert für all diejenigen bieten, die ihr Krypto-Vermögen im Alltag nutzen wollen. Neben Belohnungen winkt auch Cashback in Bitcoin oder anderen Kryptowährungen. Da die Karten in der Regel verschiedene Kryptowährungen unterstützen und der Nutzer somit nicht auf eine bestimmte Währung festgelegt ist, erhöhen sie die Flexibilität.
Allerdings muss beachtet werden, dass Kryptowährungen volatil sind. Da der Wert von digitalen Währungen stark schwanken kann, besteht die Möglichkeit, dass der Wert der ausgegebenen Währung oder der erhaltenen Belohnungen sinkt. Auch ist die Akzeptanz von Krypto als Zahlungsmittel nach wie vor nur eingeschränkt vorhanden. Zudem sind Krypto-Kreditkarten einem gewissen Sicherheitsrisiko ausgesetzt – wenn ein digitales Wallet oder eine Karte gehackt wird, könnten die dort gespeicherten Vermögenswerte verloren gehen.
Behalten Sie die potenziellen Nachteile im Kopf und wägen Sie beim Kauf einer Kreditkarte immer Ihre persönlichen Wünsche und Anforderungen an die Karte gegen das Angebot an. Dann kann eine Krypto-Kreditkarte eine gute Wahl sein!
Häufige Fragen
Krypto-Kreditkarten sind Debitkarten, das heißt, sie funktionieren nur mit einem Guthaben. Im Gegensatz zu herkömmlichen Debitkarten wird hier allerdings mit verschiedenen Kryptowährungen gezahlt: diese werden bei der Transaktion in Fiat-Währungen, z. B. Euro, umgerechnet. Eine andere Form der Krypto-Kreditkarte ist, das Konto mit Kryptowährungen aufzuladen, die dann vorab in Fiat-Währungen umgetauscht werden, sodass ein festes Guthaben besteht.
Viele Krypto-Kreditkarten kommen ohne eine Jahresgebühr aus. Dafür fallen jedoch Kosten beim Einsatz der Karte an. Mögliche Gebühren sind:
- Ausstellungsgebühr: Einmalige Gebühr für die Ausstellung der Kreditkarte
- Transaktionsgebühr: Für den Umtausch einer Kryptowährung in eine Fiat-Währung wenn mit der Kreditkarte bezahlt oder Bargeld abgehoben wird
- Handelsgebühr: Handel von einer Kryptowährung in eine andere Krypto- oder Fiatwährung
- Aufladegebühr: Für das Aufladen mit Guthaben fallen bei manchen Anbietern Gebühren an
- Jahresgebühr: wird entweder monatlich oder einmal pro Jahr berechnet
Insgesamt bieten Krypto-Kreditkarten eine praktische Möglichkeit, Kryptowährungen im täglichen Leben zu verwenden, jedoch ist es wichtig, die damit verbundenen Gebühren, Sicherheitsaspekte und die Volatilität der digitalen Währungen zu berücksichtigen, bevor man sich für ihre Nutzung entscheidet.